Vanden Plas – Wenn Künstler Kräfte bündeln, Mentoren ihres Amtes walten und Silbermond Mozarts Nachfolger sein sollen

Ein wunderbares Beispiel, was dabei heraus kommen kann, wenn Künstler verschiedenster Kunstformen ihre Kräfte bündeln, sieht man an Vanden Plas´ „Chronicles Of The Immortals – Netherworld Path 2“. So ergaben sich dieses Album, wie auch logischerweise sein Vorgänger aus dem Wunsch des Autors Wolfgang Hohlbein einer Zusammenarbeit mit der Band heraus. Sänger und Mastermind Andy Kuntz zeigt sich seinerseits zum einen sehr zufrieden mit den Reaktionen, die die Band bisher für den Silberling einheimsen konnte, doch dazu später.

„Im Moment gibt es echt viel zu tun, aber das bringt eine Veröffentlichung nun eben mal so mit sich“, beginnt Andy Kuntz, Sänger und Mastermind von Vanden Plas, das Gespräch. „Dazu kam ja auch noch das Schreiben der Rockoper ‚Everyman‘, meine Zusage zur Rocky Horror Picture Show liegt auch nach wie vor auf dem Tisch – es gibt so Zeiten, da kommt eben alles zusammen und 13 bis 14-St7unden-Tage sind keine Seltenheit.“ Aber da läßt man sich gern drauf ein, wie der Künstler versichert. Zumal Vanden Plas und die Arbeiten auf und für die Bühne schon seit Längerem parallel laufen. Dabei bringt die Arbeit am Theater nicht nur schlicht zusätzliche vp 2Arbeit und Einkommen, sondern: „Diese Leute haben einen ganz anderen Blick für Konzepte, die Dramaturgie.

Zunächst war das alles ja mehr oder weniger wie ein zweites Standbein, aber wie es eben nun mal so kommt, man wird rumgereicht und sobald sich die ersten Erfolge einstellen wächst das natürlich weizer. Als nächtes kam die ‚Autorensache‘, also die Zusammenarbeit mit Wolfgang Hohlbein, die Rockoper streckt ihre Fühler weiter, soll nun auch in Münster und Innsbruck auf die Bühnen kommen – und langsam aber sicher wurd´s echt haarig mit unseren eigenen CD. Und was auch immer uns geritten hat, Günter (Werno, keys) und ich werden hier auch die Gala-Shows mitnehmen.“ Aber Andy scheint´s noch mit ´nem Schmunzeln zu nehmen.

Und vor allem: Wer kann schon von sich behaupten, als Musiker heute noch so derart viel beschäftigt und gefragt zu sein und sich kreativ austoben zu können? „Ich hätte nie gedacht, daß ich das alles ausleben können würde, – zudem hatte ich auch viel zu viel Respekt vor diesen Leuten, diesem Ganzen. Wenn ich nicht einen Intendanten gekannt hätte… naja, wie dem auch sei, ich sagte eben blauäugigerweise mal zu und habe die komplette Tragweite vollends unterschätzt. Und dementsprechend Lehrgeld bezahlt. Klasse ist es dabei aber auch allein, wenn andere Leute an einen glauben. Dann auch noch mit Wolfgang Hohlbein zu arbeiten und zu schreiben – das ist ja ein Ritterschlag.“

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