Tief, dynamisch – ein Volltreffer: „Spawn – Blutfehde“

Inhalt: „Al Simmons ist der höllische Antiheld Spawn, der eine symbiotische Beziehung zu seinem Kostüm hat. Inzwischen ist er sogar sicher, dass es eine eigenständige, dämonische Lebensform ist und die Kontrolle über ihn erlangen möchte, um schreckliche Dinge zu tun! Eine brutale Mordserie ruft schließlich nicht nur die Polizisten Sam und Twitch auf den Plan, sondern auch den brutalen Vampirjäger John Sansker, der die Menschen vor Spawn warnt und verspricht, die Bedrohung durch dieses Monster beseitigen – was den Clown königlich amüsiert. Fragt sich nur, wer am Ende die größere Gefahr für Simmons darstellt: der Jäger auf seinen Fersen – oder der Symbiont, der bereits ein Teil von ihm ist…

spawnDieser Band enthält die komplette US-Miniserie Spawn: Blood Feud, geschrieben von Comic-Legende Alan Moore (Watchmen, V wie Vendetta) und mit Artwork von Topzeichner Tony S. Daniel (Spawn, Batman).“

Diesmal geht es Spawn richtig dicke ein. Einerseits scheint er einen seiner massivsten eigenen Kämpfe ausfechten zu müssen, zum anderen ist der Weg, der er hierfür einschlagen muß, nicht derfgünstigste, Und schon gar nicht zum besten Zeitpunkt. Doch von Anfang an: Spawn und seine Erscheinung, sein Kostüm stehen in einer symbiotischen Verbindung zueinander – so weit, so gut. Doch exakt die Macht dieses Kostüms und somit seines Höllenritter-Daseins scheint gegen ihn, Al Simmons, aufzubegehren und die Macht in diesem „inneren“ Kampf übernehmen zu wollen.

Er beschließt, als sich auch noch einige brutale Morde ereignen, deren Urheber er zu sein scheint, das Kostüm genau selbiges sein zu lassen und legt es ab. Wie es der Teufel bzw das Murphy´s Law aber nun mal so haben will, taucht ein neuer Gegner für Spawn auf: Ein Mann namens John Sansker, der über übernatürliche Lräfte verfügt, als Vampirjäger zu Kreuze zieht und auch eine gern gesehene Unterstützung für die hiesige Polizei darstellt. Nur einigen wenigen sind Sansker und seine Vorgehensweisen nicht geheuer.

Spawn nackt könnte man fast sagen – doch diese einmal gänzlich andere Beleuchtung des Titelhelden eröffnet den Story eine ganz neue Frische und Beleuchtungsmöglichkeit, schafft zudem auch wieder eine tiefere Identifikationsmöglichkeit, wie es u.a. bei der Grundstory zu Spawn und dessen Werdegang der Fall – und by the way – auch unendlich genial von Iced Earth auf dem Album „The Dark Saga“ vertont wurde.

Noch facettenreicher und tiefgründiger werden sowohl der Hauptprotagonist als auch die Handlung und dieser Band ist mehr als nur fesselnd. Über die Qualität des Comics selbst müssen eigentlich keine vielen Worte verloren werden: Kraftvoll, rasant, mit guten Klimaxes und satter Dynamik wird sich durch die Handlungsstränge gearbeitet ohne dabei die Nuancen und die Sub-Texte zu vergessen.

Eine explosives und spannendes Werk, das sich sicher nicht auf den bisherigen Erfolg der Figur Spawn ausruht. (Panini) EV

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