Subsignal – Schnell da, schnell wieder weg, konservative Fortschrittler und induktive Lyrics

Das auszuleben, was ihnen musikalisch in den Sinn kommt, ist dabei ein nicht gerade unwichtiger Aspekt. „Gottseidank hatten wir immer freie Hand – das ist auch das Glück, wenn man nicht bei einem Major-Label unter Vertrag steht“, geht Arno etwas mehr auf die Veränderungen in Subsignal´s Sound ein. Der eben nun einfach mal schlicht mehr aus dem Bauch kommt, keine Scheu hat, Konventionen zu sprengen und die Songlänge ist eh einerlei: Der Song kriegt, was er will und braucht. „Logisch wollen wir unsere Fans nicht enttäuschen und dieses Thema schwing natürlich im Hinterkopf mit, wenn man anders an ein neuen Release herangeht. Aber mal ehrlich: Man kann es nicht jedem recht machen.“

Und dabei kommt der Vokalist auch auf ein sehr interessantes Thema zu sprechen, daß vielleicht für manche etwas eigenartig klingen dürfte. „Ich für meinen Teil suche schon auch nach neuen Stilen im Prog-Bereich und mir ist schon aufgefallen, daß die Prog-Szene an sich echt richtig konservativ ist.“ What?? „Nur Gefrickel und komplexe Breaks usw ergeben keine Weiterentwicklung, sondern schlicht komplizierte Musik. Aber was Neues wird damit nicht geschaffen und mir scheint es, als würden viele, die sich Progressive-Musiker oder Fans dieses Genres nennen, das auch gar nicht wollen. Man muß sich doch weiterentwickeln und kann nicht viermal das gleiche Album rausbringen. Da kommt man dann zu denen, die folgende Aussage so bekannt machen: ‚Das neue Album gefällt mir ja, aber‘… Irgendwie scheint die Bezeichnung ‚Progressive‘ als fester Begriff für eine ss 3Kategorisierung die Fans blind gemacht zu haben für die eigentliche Bedeutung dieses Begriffs.“ So ganz an den Haaren herbeigezogen scheint diese Aussage beileibe nicht, schaut man mal genauer hin. Irgendwann wurde doch alles, was auch nur ein wenig komplizierter gestrickt war und nicht nach Schema F konzipiert in den Prog-Topf geworfen. So à la: ‚keine Ahnung, was es ist, ich nenne es Prog.‘

„Wir wollen eben auch eingängigere Parts, gute Melodien. Wir selbst sind ja auch offen für AOR, Melodic Rock usw. Wir wurden nicht selten als Boy-Band des Prog bezeichnet. Meinetwegen… Boy-Bands verdienen aber in der Regel echt gut, das seh ich aber bei uns so auch nicht“, frotzelt Arno drauflos. „Wobei wir uns nicht beklagen können, wir können ja sogar diesmal einen Charteinstieg verzeichnen und das ist schon mal ein wichtiger Schritt und ein Zeichen.“

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