Jim Morrison – Fernes Arden

Wem ist er kein Begriff. Enfant terrible, Tausendsassa, Poet… Jim Morrion. Dieses Buch widmet sich seinen Texten – voll brachialer Dirketheit und weicher Poesie schebte der Musiker/ Künstler zwischen den Welten – wohl auf der Suche nach seinem „Fernen Arden“.

Über dieses Büchlein gibt es nicht viel zu sagen, an dieser Stelle seinen ein paar Auszüge seiner lyrischen Kunstwerke dargelegt:

„Rock Is Dead“:

„Hey du kleine… alles klar… wir machen´s

Ich war noch ein kleiner Junge, vielleicht fünf Jahre alt,

als ich einmal schlafen ging

und Mama und Papa reden hörte –

sie sagten

der Junge treibt´s zu toll, wir müssen da was tun,

er hört nicht mehr auf mich, doch vielleicht auf dich.

Ich lag im Bett und lauschte, und heulte bald –

Leute, ihr müsst wissen, das ging mir wirklich nah.

Mama mochte nicht, wie ich mich benahm.

Die alte Dame, sie verstand das nicht.

Aber Papa war ein Seemann, und er drehte sich zu mir

Und sagte…“. Dies stellt nur einen Auszug dar, der komplette Songtext findet sich in dem diesem Buch, ebenso wie:

 

„“Wach auf

Schüttle die Träume aus deinem Haar

Meine süße Kleine, meine Schöne.

Wähl den Tag und setz ihm dein Zeichen

Die Göttlichkeit des Tages

Öffnet deine Augen.

Komm, denn die ganze Welt liegt still danieder

Grüne Schiffe in einer Reihe auf dem Ozean

Himmelsvögel gleiten lässig die Flugzeuge entlang

Verrottete, finstere Häuser morden die Kliffs

In den Städten machen sich leben bemerkbar,

komm.“ (Aus „Ghost Song)

 

„Ich habe eine Vision von Amerika

Ein Luftbild

Aus achtundzwanzigtausend Fuß

In schneller Bewegung

Ein einarmiger Mann

In einem Labyrinth parkender Autos in Texas

Ein ausgebrannter Baum wie

Ein gigantischer, urweltlicher Vogel

Auf einem kahlen Filmgelände in Fresno

Gedrängt stehende Menschen

In Aufzügen

Und Meilen von Meilen

Von Hotelkorridoren.

 

Moneten, Mord, Motel, Melancholie,

Fall vor Glück in Melancholie.“

 

„… immer nur Aufsichtslehrer, nie Mörder,

immer nur Brautjungfer an der Schwelle zum Ruhm oder jenseits seiner.

 

Er manövriert zwei Mädchen in sein Hotelzimmer.

Die eine kannte er gut, die andere, die jüngere, war noch ganz

Fremd hier, kam irgendwo aus Mexiko oder Puerto Rico.

Die Schenkel und der Arsch des armen Burschen waren von Vaters Riemen gezeichnet.

Sie versucht, aufzustehen.

Erzählt die Geschichte ihres Freundes, von linkischen, pubertären Todesspielen.

Feiner Kerl, saß tot im Auto.

Verwirrung.

Keine Verbindung.

Komm her.

Ich will dich.

Friede auf Erden.

Würdest du für mich sterben?“

Nur zu klar, daß Jim Morrison nicht nur zu seiner Lebenszeit polarisierte und einen fast magischen Einfluß auf seine Fans ausübte. Sehr zu empfehlen an dieser Stelle ist im Übrigen auch der Film „The Doors“, mit Val Kilmer und Meg Ryan in der den Hauptrollen. Auch wenn nicht alle Bandmitglieder mit der Auswahl der Momente in der Zeit der Doors so zufrieden waren. Feinfühlig einerseits – unverblümt andererseits. Und mit Sicherheit einzigartig wie kaum ein anderer Künstler.

Seinen Kult stellt nicht die Drogensucht und sein jähes Ende dar, es sind die vielen Facetten dieses Rebellen.Mehr als deutlich wird der spirituelle Einfluß Jim Morrion und dessen Wikung auch in dem vielgepriesenen Film „The Doors“ mit Val Kilmer in der Hauptrolle, doch dazu ein anderes Mal. The Doors – die Türen zwischen hier und einer anderen Welt.

Erschienen unter: Jim Morrion „Fernes Arden“ im Karin Kramer Verlag, Berlin. ISBN: 3-87956-173-7 – als Info für alle, die dieses schmucke Kleinod erwerben wollen. Hier wurde nichts verschnörkelt oder bombastisch gestaltet – Worte wirken durch sich selbst. Die Erstauflage entstammt dem Jahr 1985.

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