James Patterson: „Der letzte Verdacht“

Inhalt: „Blutüberströmt findet Private- Gründer Jack Morgen seine verdachtEx-Geliebte – und alle Beweise sprechen gegen ihn… Als Jack Morgen, Besitzer der weltweit renommierten Ermittlungsagentur Private in sein Haus in L.A. kommt, macht er eine grauenvolle Entdeckung: In seinem Schlafzimmer liegt seine ehemalige Kollegin und Geliebte Colleen, leblos und blutüberströmt. Ein Mord, der ganz klar Jack angehängt werden soll – und das anscheinend mit Erfolg, die Beweislage scheint eindeutig, Jack ist schnell klar, daß es nur einen Menschen geben kann, der ihm nahe genug ist, das Szenario so perfekt einzufädeln, und der tief genug haßt, um deswegen einen Mord zu begehen…“

So weit, so gut. Die schon oft zelebrierte Grund-Thematik des Sündenbocks. James Patterson hält sich bei diesem Thriller nicht unbedingt mit einer tiefschürfenden Darsteller seiner Hauptcharaktere auf. Positiv daran: Die Spannung steigt und steigt und schreitet rasant voran. Das Tempo der Erzählung hält den Leser auf jeden Fall bei der Stange. Transparent einerseits und verworren bzw komplex andererseits erzählt Patterson mit seinem Buch zwar einen wohl bekannten Stoff, doch ohne auf Pathos oder die derzeit wohl recht beliebte Psycho-Ader in zu großem Maße zu setzen.

„Der letzte Verdacht“ verlangt dem Leser kein Zuviel an Behalten von Hintergrundinformationen und Zusatzwissen ab, das man im Hinterkopf über weite Strecken des Buches unbedingt behalten sollte. Vielmehr ist die Art und Weise der Darstellung punktuell und akzentuiert auf eine logische und dynamische Entwicklung ausgelegt, das aus dem Lesen dieses Buches nicht nur ein kurzweiliges Vergnügen macht, sondern auch eine Menge läßt, um selbst noch dieses oder jene in den Handlungsfaden hinein zu interpretieren.

Al Leser ist mal also herzlich eingeladen, den Roman anzunehmen, wie man eben möchte: Als Vorlage für die eigene Kreativität und Gedankenspielerein oder eben einfach als spannende Unterhaltung für den etwas kleineren Hunger zwischendurch. Ein tolles Buch, in sich stimmig, trocken, auf den Punkt gebracht und ohne unnötigen Firlefanz. (Goldmann) EV

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