Gentlemans Pistols – Songschreiben gegen Kontrollverlust, andere Therapien und Kunst als Inbegriff der Magie

Viele der Texte sind autobiografisch und das Schreiben stellte sich echt als eine Sache heraus, meine Gefühle zu kanalisieren, ihnen Ausdruck zu verleihen. Das hat mir definitiv ungemein geholfen, aus einer sehr unschönen Zeit in meinen Leben herauszukommen und diese durchzustehen. Und ich denke, ich bin am Ende als ein besserer Mensch herausgekommen, nachdem ich das alles hinter mich gebracht habe.“

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Musik ist eben doch weitaus mehr als nur ein bißchen Töne Quetschen, ins Mirko Raunzen oder sinnfreies Geplänkel gegen Langeweile. Billy erzählt: „Ich habe ein Interview mit Alan Moore gesehen, in dem er darüber sprach, daß Magie, in ihrer frühestens Definition, als ‚die Kunst‘ bekannt war und insofern als Magie bezeichnet und wahrgenommen wie auch eingesetzt wurde, um mit der Manipulation von Worten, den Effekt von Symbolen und Klang-Effekten das Bewußtsein der Menschen zu erreichen.

Er meinte, in der modernen Welt, was einem Schamanen am gp 2nächsten kommt, ist der Schriftsteller, der Maler, ein Skulpturen-Erschaffer oder eben auch der Musiker. Ich nehme das so für mich an, was er sagte, denn ich finde es eine großartige Sache, daß man insofern etwas aus seinem Inneren erschaffen kann, das anderen Freude bringen kann. Das soll nun nicht so pompös oder grandios klingen, aber irgendeine Form des Kreierens ist eine Form von Alchemie und trägt etwas zu der Entwicklung des eigenen Verständnisses bei.

Er fuhr fort damit, wie der Künstler in der Moderne einem Ausverkauf unterworfen wurde, in der Meinung, was er mache, sei eben gerade mal Entertainment. Meiner Meinung ist das auch die vorherrschende Meinung und das Handeln in der heutigen Zeit – Filesharing und Streaming haben die Musik für die Mehrheit der Menschen entwertet.“

Dabei weiß eigentlich doch jeder, daß Kunst nicht umsonst immer ein Zeichen von Rebellion war – gerade weil sie eben irgendwie etwas nicht Kontrollierbares, „Höheres“, darstellt. Dafür braucht man keine Filme wie „Equilibrium“ gesehen zu haben, ein bißchen Geschichtsunterricht wurde reichen. Oder auch der logische Menschenverstand, denn kaum etwas schafft es auch in den friedlichsten Zeiten zu polarisieren. Naja, vielleicht macht´s auch manchen einfach manchmal Angst.

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