Regionalisierung an fränkischem Beispiel oder: Wenn das Ende der Wurst erreicht ist – Teil I

Und ja natürlich war bei diesem Artikel und der Recherche immer ein Augenzwinkern dabei…. 😉

Aber es ist ein gutes Beispiel für den psychologisches Aspekts des Phänomens der Regionalisierung. Teil II folgt in Bälde.

Der Begriff der Regionalisierung findet vor allem in der Sozialpsychologie Anwendung und bedeutet eine Form der Identifikation mit einer bestimmten Region und deren Bräuchen, Menschen, Sprachgewohnheiten – der Mensch zählt sich einer Gruppe zugehörig. Ein gutes, augenzwinkerndes Beispiel stellen hier zum Beispiel die in Nürnberg ansässigen Franken dar: So liegt Nürnberg zwar in Bayern, doch wird sich vehement geweigert, anzuerkennen, ein Bayer zu sei, sondern ein Franke.

Diese Form der Identifikation gibt den bestreffenden Menschen auch eine gewisse Form der Sicherheit, vor allem wird hierbei oft der Dialekt genannt – oftmals wird ein Umzug aus Gründen des erschwerten sprachlichen Verständnisses argwöhnisch betrachtet. Die Besinnung auf das Bekannte, Überschaubare vermittelt den Menschen eine Form der Sicherheit und auch eine Form der Eigendefinition. Regionalisierung an fränkischem Beispiel oder: Wenn das Ende der Wurst erreicht ist – Teil I weiterlesen

Gewalt in Filmen aus psychologischer Sicht – Tarantino im Visier – Part III – ein Resumé

Natürlich sorgte „Django Unchained“, auch bereits im Vorfeld, für eine Menge Wirbel. Zum einen waren Publikum und Kritiker natürlich gespannt, was Quentin Tarantino diesmal wieder aus dem Ärmel zaubern würde und zum anderen sorgte der Movie allein durch seine Thematik für heiße Diskussion.

taran 2Der Rassismus in Amerika wurde so deutlich und nüchtern thematisiert wie selten bisher. Er wurde in keiner Sekunden von der Hand gewiesen und absolut unbeschönigt als Usus dieser Zeit gezeigt. Ohne eine Wertung Tarantino´s selbst, dem Zuschauer obliegt es, hier Partei zu ergreifen, sich Gedanken zu machen. Gewalt in Filmen aus psychologischer Sicht – Tarantino im Visier – Part III – ein Resumé weiterlesen

Gewalt in Filmen aus psychologischer Sicht – Tarantino im Visier – Part II

1963 geboren sorgte Quentin Jerome Tarantino in den letzten Jahren immer wieder für eine Menge Aufruhr mit seinem Schaffen im filmischen Bereich und erreichte schon recht bald Kult-Status. Bereits zwei Oscars und Golden Globes kann der Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und Schauspieler sein Eigen nennen und auch andere Auszeichnungen bleiben nicht aus. Bereits im Kindesalter zeigte sich Tarantino fasziniert von der Kino-Welt, seine besondere Vorliebe galt den sogenannten Grindhouse-Filmen, auch B-Movies genannt und den Martial Arts .

taran 1Als Teenager brach Quentin Tarantino die Schule im Alter von nur 15 Jahren ab und startete eine Ausbildung zum Schauspieler. Dabei sei zu erwähnen, dass Tarantino Legastheniker ist und seine späteren Arbeiten als Drehbuchautor und auch als Schauspieler sicher davon ebenso beeinflusst waren. Und natürlich dürfte es auch härterer Arbeit und Lernen bedurft haben. Sein großes Wissen über Filme, auch über Rand-Details brachte ihm einen Job in einer Videothek in Manhatten ein. Im Jahre 1987 widmete er sich seinem ersten Drehbuch, „My Best Friend´s Birthday“, welches allerdings nicht als kompletter Film auf DVD erschienen ist. Das Material fiel nach der Fertigstellung einem Brand zum Opfer. Gewalt in Filmen aus psychologischer Sicht – Tarantino im Visier – Part II weiterlesen

Gewalt in Filmen aus psychologischer Sicht – Tarantino im Visier – Part I

djangoGewalt übte schon von jeher eine Faszination auf den Menschen aus. Der Grund dafür ist in der Psyche der Menschen zu finden, wie durch Studien auch nachgewiesen werden kann und bereits wurde. Filmemacher machen sich diese Tatsache natürlich zu Nutze, vor allem bei Trailern wird mit Gewalt, Blut et cetera oft nicht gegeizt. Es erhöht den Anreiz von Zuschauer, sich den jeweiligen Film anzusehen. Dabei scheint die Schmerzgrenze allerdings dann beim kompletten Film etwas niedriger zu liegen.

Gewalt ist im Fernsehen schon alltäglich, sie ist fast überall zu finden. Und die Grenzen scheinen noch lange nicht erreicht. Was laut den Jugendschutzangaben im Amerika hierzulande bereits ab 12 Jahren geeignet wäre, würde sich nach den hiesigen Standards in der FSK-16-Riege wiederfinden. Die sogenannten PG-13 Filme weisen teils sogar ein wesentlich höheres Gewaltpotential auf als noch vor Jahren. PG-13 bedeutet dabei: Die Begleitung durch Eltern wird empfohlen, ist aber zwingend. Gewalt in Filmen aus psychologischer Sicht – Tarantino im Visier – Part I weiterlesen

Borderline – an der Grenze anderen den Kragen umzudrehen oder: Wo der Zynismus die echteste Waffe ist

Nun ja, ganz so kann man es nicht sehen. Nach wie vor so richtig blicken das die meisten nicht, auch Psychologen und Psychiater sind sich nicht wirklich einig, entsprechend ist der Begriff Borderline eigentlich auch. Grob hingeschmonzt: Grenzgänger. Ja, das ist nun nett, hilft aber nicht wirklich weiter. Der Begriff hat sich zum einen wohl breit gemacht, tritt diese seelische Störung doch selten allein auf, sondern ist zumeist eine Begleiterscheinung von einer anderen Störung. Das klingt aber derart scheiße – also, das mit der Störung… Als würde der Fernseh „zsszszs“ machen. Borderline – an der Grenze anderen den Kragen umzudrehen oder: Wo der Zynismus die echteste Waffe ist weiterlesen

Soziale Intelligenz & Empathie oder: Der Mensch ist und bleibt ein Doofian

Jeder hat schon mal mit dem Begriff Intelligenz um sich geworfen. Auch solche, die selbst nicht so mit dem Einsatz selbiger haben. Immer mehr in den Mittelpunkt des Interesses rückt dabei seit einigen Jahren die soziale Intelligenz, auch Empathie genannt. Daß es verschiedene Zweige der Intelligenz gibt bzw geben soll, steht fest. Jeder hat andere Stärken und Talente. Auch I.Q.-Tests sind danach aufgebaut, dies herauszufiltern. Es werden Aufgaben aus verschiedenen Gebieten erstellt.

Auch der Terminus Empathie schwirrt durch die Luft – und irgendwie weiß jeder, was das ist, aber so richtig eigentlich wie immer nichts Genaues nicht. Beide Begriffe sind an sich gleichzusetzen. Echte Empathie, als kein Mitgesäusel, bedeutet, daß man weiß bzw erkennt und versteht, was wann wie in wem warum abgeht. Oder auch auf eine Situation bezogen die „Erkennungs & Analyse-Gabe“ hat. Man merkt zum Beispiel einfach, wenn es einem anderen mistig geht, wann jemand eine Umarmung brauchen könnte. Der Tritt in den Arsch ist nicht gemeint, um den manche richtig laut betteln. Das hat nichts mit Empathie zu tun, sondern schlicht mit geputzten Ohren.

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Die Menschenwürde bei Kant

So, wir können auch anders – so richtig normal schreiben. Zwischendurch…

Zieht man Kant zu Rate, erscheint die Unterscheidung zuerst recht simpel: Würde wohnt einem jedem Menschen inne, Kant selbst bezeichnet sie als „das Vermögen der Menschheit, nach moralischem Gesetz handeln zu können“. Doch wie hat man dies zu verstehen? Eine Sache verfügt über einen Preis, einen gewissen (subjektiven) Wert. Sei es ein Marktpreis, ein Nutzen, eine Möglichkeit, um etwas gleich zu stellen und zu bewerten (Währungen als Beispiele) – Preis stellt etwas dar, auf dessen Wert man sich geeinigt hat, ein Arte Fixum, ob nun für einen Einzelnen selbst (je nachdem, welchen Wert eine Sache für diesen Menschen darstellt) oder im Allgemeinen an einer gemeinsamen Einschätzung der Sache an sich.

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Die Illuminationsphilosophie

Diese Thematik wurde bereits kurz im vorhergehenden Text angeschnitten. Bei der Illuminationsphilosophie handelt es sich mit Nichten um etwaige Dinge rund zu Verschwörungstheorien oder dergleichen und es ist nicht uninteressant, legt man so mancher Namensgebung die Form dieser Philosophie zugrunde. Daher soll sie auch ein wenig mehr Platz an dieser Stelle einnehmen.

Diese Philosophie entstand etwa im 12. Jahrhundert in Persien und bedeutet soviel wie „Weisheit der Erleuchtung“. Die Illumination wurde durch den Urheber dieser Philosophie, Shihab ad-Din as-Suhrawardi, in den Mittelpunkt seiner Thesen gestellt und entspricht in etwa der „Philosophie des Lichts“, sollte dabei aber nicht mit der Lichtmetaphysik oder den Illuminationslehren aus anderen Richtungen verwechselt werden. Nun, was macht die Illuminationsphilosophie nun eigentlich aus: Sie stellt nicht, wie gewöhnlich, den induktiven Weg der Erkenntnisgewinnung in den Vordergrund, wie es die meisten Formen der Philosophien zum Thema Weltanschauungen etc tun.

Vielmehr steht hier die intuitive Erkenntnis an vorderster Front, sprich man versteht etwas, weil man es eben versteht. Dies in erster Linie. Es wird ein Song etwa einfach erfaßt, verstanden. Ohne daß es einer Erklärung, einer Aufschlüsselung des Textes etc bedarf. Diese Versuche der Erklärung folgen im Nachhinein, d.h. eine diskursive Form der Erkenntnisgewinnung folgt, in dem, entgegen dem intuitivem Weg, versucht wird, durch logisches und begriffliches Verständnis. So steht in der Illuminationsphilosophie auch die Essens, das Wesen vor der Existenz, was gut und oft auf Kritik stößt, doch wo ist dies nicht der Fall…

In dieser Philosophie wird mit dem Bildnis des Lichts gearbeitet, mit Hilfe dessen ein Zusammenhang zwischen einem Gott und dessen Schöpfung hergestellt wird. „Gott“ als DAS Licht schlechthin, die Realität stellt einen dauerhaftes Licht dar, insofern ist die Realität ein Teil Gottes. By the way: Initiator Suhrawardi wurde hingerichtet, die Umstände sind – sozusagen – Verschlußsache. Auf jeden Fall gefiel nicht jedem, der seinen Thesen lauschte, was er da so zu Gehör bekam, stellte diese Philosophie in ihrer Weiterführung einige Dingelchen gewaltig in Frage.

Die Annahme Suhrawardis stellt sich wie folgt dar: Die Essenz einer Sache kann nicht in bestimmten Kategorien wahrhaftig verstanden werden, nur Teile ihrer Existenz. So kann man also nie endgültig zu einer wahren Erkenntnis gelangen, wählt man nicht den intuitiven Weg zur Weg. Dies schließt nicht aus, daß Erkenntnisse logisch nachvollzogen werden und wurden bzw dies selbstredend ein wichtiger Bestandteil war, doch steht dies eben nicht an erster Stelle. Diese Form der Erkenntnisgewinnung wird auch gern mit dem Erfahren von Schmerzen verglichen: Unmittelbar und ganz. Etwas muß so nicht nur optisch oder akustisch wahrgenommen werden, sondern in seiner Gesamtheit erkannt werden, in seiner Essenz. Suhrawardi selbst nannte dies auch „Erkennen durch Gegenwart“, daher auch der Terminus der Illumination, der Erleuchtung.

Um bei dem dazugehörigen Bildnis zu bleiben: Das Licht, da Gott sozusagen ausstrahlt, steckt also in allem, wirft sich auf alles und reflektiert, nicht nur untereinander, auch zurück zum Ursprung.

Der Hooton-Plan

hootonNun, nicht wenige wird dieser Begriff erstmal gar nix sagen, darum etwas dazu an dieser Stelle. Der Paläoanthropologe und Hochschullehrer Earnest Albert Hooton wurde 1887 in Clemansville, Wisonsin geboren. Im Rahmen seines Wirkens beschäftigte sich der gute Mann sehr gern und umfassend mit Rassentheorien und ließ sich mal zu einem netten Text hinreißen, der Grundlage vielerlei Vermutungen ist. Oder nennen wir es Verschwörungstheorien – wobei: Kann man heutzutage noch von Verschwörungstheorien sprechen? Vieles scheint sich, egal, um welches Thema es sich dreht, sei es nun die Ermordung Kennedy´s, der 11.09. etc nun wirklich keine Verschwörungstheorie mehr zu sein.

Und auch die Worte und Ideen Hooton´s, die von einigen seiner Fachkollegen weitergeführt und bekärftigt wurde, besagt kurz und knapp: Das Deutsche Volk könne man ja an sich nicht wirklich salonfähig machen bzw auf soziale Art und Weise bekehren und von dieser Rasse würde immer eine Gefahr ausgehen, denn sie habe wohl so eine Art Kriegsgen bzw eine naturgegebene Veranlagung dazu im Blut.

Ganz ehrlich, ich verzeih ja für die Zeit, als er das losgelassen hat, eine Menge, absoluter Quatsch ist es trotzdem. Wäre das dann das Maoam-Gen statt des wirklich vorhandenen M-AOA-Gens? Oder wie soll man sich das vorstellen? Ein ebenfalls zusammengewürfelter Haufen aus verschiedenen Einschlägen Germaniens bla bla blubb und alle haben dasselbe Rad ab. Genau. Nun, wie dem auch sei, solche Depperl-Theorien stoßen natürlich bei manch verstrahlten Köpfen auf offene Ohren. Nun denn:

Vorschlag bzw These war nun ergo folgende: Man müsse das deutsche Volk im Endeffekt biologisch heraus umerziehen und ihnen diesen Scheiß im Kopf von wegen böse sein und Krieg führen austreiben. Als wären wir alle ein Sproß von Lobo, sei´s drum. Jeder hirntechnisch aufgeschlossene Mensch wird hier das erkennen, was dem Dritten Reich zugeschrieben wurde und wird: Rassismus.

Der sogenannte Hooton-Plan, wie die Grundidee wohl unter der Hand und erkennbar an manchen Wortfetzen weitergesponnen wurde, besagt, man müsse das deutsche Volk also mit anderen Genen kreuzen und zwar, ob das jemand von den Deutschen will oder nicht, das „Deutsche Gen“ muß ausradiert werden. Es wurden Stimmen laut, man solle für vermehrte Einwanderung nach Deutschland sorgen, diese Einwanderung fördern (wie wurde da mal wieder nicht gesagt, aber so der eine oder andere Konflikt in anderen Ländern bietet sich doch an als Grund). Böse Zungen geben dem Ganzen auch den Untertitel *Wie lasse ich ein Volk verschwinden*. Klar werden mit solchen Berichten und Interpretationen Ängste, Existenzängste um genau zu sein, geschürt. Doch was so abgeht, ist ja auch nimmer ganz knusper. Und wer auf solche Ideen als Mann der Wissenschaft kommt, hat absolut meiner bescheidenen Meinung nach versagt. Denn so ein persönlich gefärbter Käse hat über das Wohl und Weh eines Volkes schlicht nicht zu entscheiden. Egal, um welches Volk es sich dreht.

 

Was zum Henker ist eine Glosse??

Glosse, nicht Gosse!!

Aaalso, unter einer Glosse versteht man eine Berichterstattung, die mit Absicht sehr subjektiv gefärbt ist. Sprich, die eigene Meinung des Schreibelings fließt mit ein. Humor und Spitzzüngigkeit sind hier ebenso selten wie Ironie und Sarkasmus. Was den Wahreheitsgehalt der Fakten nicht schmälert. Die Kunst dabei ist affees, daß der Leser den objektiven Bereich hiervon vom subjektiven Part trennen kann.
Wir hoffen, unsere doofe Schreibe gibt das her und wir können Euch eine Menge Spaß, Information und Augenzwinkern bieten und Euch auch das eine oder andere hinterfragen lassen. Denn darum geht es in einer Glosse. Nicht nur Schönmalerei.

Die richtigen Themen haben wir uns ja ausgesucht – Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kommentare zu anderen Berichterstattungen und alles, was sonst noch anfällt unter News.

Viel Spaß