Archiv der Kategorie: Glossen

Globales Lernen – das Wachsen einer Idee und ihre Herausforderungen

Globales Lernen – ein Begriff, der immer mehr Einzug hält und mit dem man ebenso auch immer öfter konfrontiert wird. Wir haben ein paar Fakten für Euch zusammengestellt, damit man sich auch ein kleines Bild davon machen kann, was, warum, wieso… Globales Lernen – das Wachsen einer Idee und ihre Herausforderungen weiterlesen

Haben seriöse Tageszeitungen noch eine Zukunft?

„… und sei dir deiner Verantwortung als Mensch ganz klar bewußt…“, so eine schöne und bedeutungsschwangere Textzeile aus dem Song „Hexenjagd“ der deutschen Band Unheilig, doch dazu später nochmals am Rande.
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Das Problem des Handlungsreisenden – ein bißchen was zum Wahnsinnigwerden für zwischendurch

Das Traveling Salesman Problem, zu Deutsch das Rundreiseproblem oder auch Problem des Handlungsreisenden, kurz TSP, beschäftigt sich, vereinfacht man es auf das Basisprinzip schlechthin, auf die Effizienz eines Weges zu einem festgelegten Ziel, der bestmöglichen Lö-sung einer Aufgabe. Dies kann in vielerlei anderen Sparten ebenso auftauchen, dabei sei das Beispiel etwa der Regulierung von tsp 1Ampelschaltungen und Vernetzungen genannt, das Erstel-len eines Schaltplanes u.a.

Das Problem wurde in der Mathematik 1930 zum ersten Mal aufgegriffen bzw genannt und im Anschluß machten sich viele Mathematiker daran, optimierte Lösungswege zu erstellen oder bestehende Lösungen zu verfeinern und zu verbessern. Es wurden neue Verfahren entwickelt, die, wie weiter oben erwähnt, auch auf andere Optimierungsprobleme angewandt wer-den und werden können.

Das Traveling Salesman Problem nimmt eben die Logik einer bestehenden Problematik bereits vorweg: Es gilt eine gestellte Aufgabe zu bewältigen – in diesem Fall eine Reise zu mehreren Knotenpunkten, und gebunden an die Rückkehr zum Ausgangspunkt, so effizient und optimiert wie nur möglich im Vorfeld zu gestalten. Dieses liegt zu Grunde. Als Basispunkte finden sich hier etwa verschiedene Städte/ Zielorte, die miteinander verbunden eine möglichst effektive Route ergeben sollen. Auf den ersten Blick wird hierbei die jeweilige Entfernung der einzelnen Punkte zu einander betrachtet und berechnet. So zum Beispiel liegen sechs Punkte vor: A, B, C, D, E und F. Dies bedeutet, es wird die jeweilig mögliche Strecke bzw Entfernung von jedem einzelnen Punkt zu jedem anderen gekennzeichnet, also von A nach B, von A nach F, von B nach D, von E nach C usw. Jede Eventualität wird bedacht.

Hieraus gilt es, eine Route zu berechnen und zu erstellen, die alle Punkte beinhaltet, zum Ausgangspunkt am Ende der Rundreise zurückführt (also eine Art geschlossenes System) und die optimalste Strecke beinhaltet. So einfach dies klingen, so kompliziert wird dies in der Umsetzung. Auf den ersten Blick sind natürlich die Distanzen zwischen jeweils zwei Punkten zu beachten und die kleinstmögliche Summe aus den einzelnen Distanzen zu errechnen. Da das TSP jedoch nicht nur dem Prinzip folgt „die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist eine Gerade“, sondern bereits in der Anfangsberechnung diese Theorie nicht immer greifen kann, stellt sich bereits vorab die Frage, was den jeweils kürzesten Weg von etwa A nach B wirklich ausmacht.

Einige Überlegungen konnten bisher von Mathematikern in Gleichungen anschaulich gemacht werden und ebenso fixiert. Heutzutage dienen allerdings einige der entwickelten Standardme-thoden des TSP eher zur Erstellung neuer Formeln und Überlegungen, mit denen Optimie-rungsvorgänge für anderweitige Bereiche und Branchen entwickelt werden können und Um-setzung finden. Das ursprüngliche TSP dient insofern mittlerweile mehr als Basis oder ge-stellte Grundfrage einer Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten, auf der aufbauend neue Thesen, Theorien und Überlegungen angestellt werden.

So dienen als Faktoren in der mathematischen Berechnung folgende Eckdaten: Die Anzahl der Knoten, die Länge der jeweiligen Strecke, im mathematischen Kante genannt, zwischen zwei Punkten. Zur Vereinfachung wird als Schema in der Mathematik ein Graph aus den Eckdaten erstellt und dieser nach Bedarf mit potentiellen Daten vervollständigt dargestellt, um alle Daten mit einzubeziehen zu können. So können längere Strecken/ Kanten als Diago-nalen eingetragen werden, wodurch ein Dreieck (vgl. Dreiecksungleichung) entsteht, allein, um die Anschaulichkeit zu vervollständigen und alle möglichen Variablen zur Errechnung der zurückzulegenden Gesamtstrecke. Ein Hinzufügen zum Beispiel zwei weiterer Knoten hat also bei vorhergehenden sechs Knoten führt nun also zu weitaus mehr zu bedenkenden Variablen einer effizienten Routenplanung. Die Menge der Knotenpunktebestimmt insofern die Vielzahl an potentiellen Kanten und wiederum deren möglichen Varianten an Verknüpfungen in der Summe.

Regionalisierung an fränkischem Beispiel oder: Wenn das Ende der Wurst erreicht ist – Teil II

Das erwähnte Sonntagsessen spielt ebenso mit der Erinnerungen an Zeiten als Kind, in denen eben der Mensch noch keinen größeren Probleme im Normalfall ausgesetzt war, es handelt sich um einen ernährungstechnischen Brauch, der sich eingeschlichen hat und dabei nicht nur den leeren Magen füllt und somit für ein Gefühl der Wohligkeit führt, sondern auch die Psyche anregt und Verknüpfungen an schöne Erlebnisse im sicheren Kreise der Familie hervorruft.

Ob noch Familie vorhanden ist oder sich allein in ein Restaurant, einen Biergarten oder dergleichen begeben wird, man sich mit Bekannten zuhause zum Essen verabredet: Es wird pünktlich aufgestanden und nicht bis in die Puppen geschlafen und es steht fest Braten auf der Speisekarte.

Ein weiterer, nicht zu verachtender Punkt beim Zusammenhang zwischen Regionalisierung und Ernährung spielt hier auch das kulturelle Erbe. Das Beispiel der Herkunft der Nürnberger Rotbratwurst wurde bereits angeschnitten. Hier sei auch das Beispiel des „Knoblauchlands“ herangezogen, einer Gegen im Nürnberger Raum, in der eben vermehrt Obst und Gemüse angebaut werden – im Laufe der Jahrzehnte und –hunderte erhielt diese Gegend diesen Namen und es ist Brauch, sich auch nach Möglichkeit von dort beliefern zu lassen oder sich selbst dorthin zu begeben, um seine Vorräte aufzufüllen.

Die fränkischen Brauereien stellen nicht nur eine große Vielzahl dar, die meisten unter ihnen haben auch eine traditionsreiche und sehr lange Geschichte, die gerne hoch gehalten wird.

Die Brauerei Pyraser veranstaltet mittlerweile ein eigenes Open Air, daß auch international bekannte Künstler der Musikszene, insbesondere der Rockszene, anlockt, Unternehmen wie Tucher Bräu oder Kulmbacher verfügen durch entsprechende Verträge aus alten Tagen über gewisse Grund- und Belieferungsrechte hinsichtlich der Gastronomie, sprich sie verfügen nach wie vor über Grundbucheinträge, die ihnen den entsprechenden Pächter eines Lokals zugleich als Abnehmer ihrer Getränkeauswahl kredenzt.

Auch beim Verzehr der Getränke, in diesem Fall des Bieres, wird vermehrt auf die Tradition zurückgegriffen – die Ahnen, die Eltern haben es einem vorgemacht und vorgelebt. Hier ist ebenso die instinktive Verbindung zu Sicherheit ein Funke, der mitschwingt.

Nun mag auch der Begriff des Herdentriebs in das Gedächtnis mancher kommen, doch gilt es hier zu unterscheiden: Eine gewisse Form des Herdentriebs mag sicherlich ein Grund für dieses Verhalten, die Speise- und Getränkeauswahl sein, doch wiederum ist es die Suche nach der Zugehörigkeit bzw deren Bestätigung, die als Auslöser für diesen Herdentrieb gilt.

An dieser Stelle sei auch nochmals auf das Prinzip des Kilts im Keltischen/ Schottischen verwiesen. Natürlich diente die Farb- und Musterwahl der Zuordnung zu einem Clan, einer Familie, doch genau deshalb stellt sich die Frage, warum dies von derart großer Wichtigkeit war: Im Grunde verhielt es sich damit ebenso wie mit gleichen Uniformen der Bundeswehr – zur Klarstellung der Fronten, Arbeitsmonturen bei Handwerkern als Zugehörigkeit zu Firma X und Z,… diese Form des Darstellens der Zugehörigkeit diente auch dem eigenen Schutz.

Sei es vor Verwechslungen durch den Rückhalt der Familie, des Clans, was wiederum Unversehrtheit garantierte – die Übernahme einen gewissen Familienbrauchs diente schon immer dem Schutz, zum einem wurde den Erfahrungswerten der Familie gefolgt und diese wurden weitergegeben, zum anderen diente die Umsetzung und Beibehaltung dieser schon von jeher besagter innerer Sicherheit.

Ebenso verhält es sich eben mit den Gebräuchen der Ernährung, wobei hier anzufügen ist, daß besonders auch Nürnberg bzw die fränkische Gegend hier nicht opulenten Mengen und leicht verschwenderisch wirkenden Einsatz von Ölen, Fetten und dergleichen aufwartet. Reichtum wird auch hier in Form der Essenszubereitung und Darbringung deutlich gemacht, selbst wenn dieser nicht vorhanden ist. Dies scheint ebenso ein wichtiger Faktor zu sein, nicht nur, um sich selbst vorzugaukeln, wie gut s einem geht, sondern auch, um zu prahlen und vorzuspielen. Es scheint dabei, als mangele es an nichts, auch wenn dies nicht der Wahrheit entspricht. Dies mag im Falle von Nürnberg und dem vehementen Im-Gedächtnis-Behalten und Leben der Vergangenheit noch einen weiteren Beweggrund haben, der eventuell im Stellenwert der Stadt zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs zu finden sein kann.

Regionalisierung an fränkischem Beispiel oder: Wenn das Ende der Wurst erreicht ist – Teil I

Und ja natürlich war bei diesem Artikel und der Recherche immer ein Augenzwinkern dabei…. 😉

Aber es ist ein gutes Beispiel für den psychologisches Aspekts des Phänomens der Regionalisierung. Teil II folgt in Bälde.

Der Begriff der Regionalisierung findet vor allem in der Sozialpsychologie Anwendung und bedeutet eine Form der Identifikation mit einer bestimmten Region und deren Bräuchen, Menschen, Sprachgewohnheiten – der Mensch zählt sich einer Gruppe zugehörig. Ein gutes, augenzwinkerndes Beispiel stellen hier zum Beispiel die in Nürnberg ansässigen Franken dar: So liegt Nürnberg zwar in Bayern, doch wird sich vehement geweigert, anzuerkennen, ein Bayer zu sei, sondern ein Franke.

Diese Form der Identifikation gibt den bestreffenden Menschen auch eine gewisse Form der Sicherheit, vor allem wird hierbei oft der Dialekt genannt – oftmals wird ein Umzug aus Gründen des erschwerten sprachlichen Verständnisses argwöhnisch betrachtet. Die Besinnung auf das Bekannte, Überschaubare vermittelt den Menschen eine Form der Sicherheit und auch eine Form der Eigendefinition. Regionalisierung an fränkischem Beispiel oder: Wenn das Ende der Wurst erreicht ist – Teil I weiterlesen

Gewalt in Filmen aus psychologischer Sicht – Tarantino im Visier – Part III – ein Resumé

Natürlich sorgte „Django Unchained“, auch bereits im Vorfeld, für eine Menge Wirbel. Zum einen waren Publikum und Kritiker natürlich gespannt, was Quentin Tarantino diesmal wieder aus dem Ärmel zaubern würde und zum anderen sorgte der Movie allein durch seine Thematik für heiße Diskussion.

taran 2Der Rassismus in Amerika wurde so deutlich und nüchtern thematisiert wie selten bisher. Er wurde in keiner Sekunden von der Hand gewiesen und absolut unbeschönigt als Usus dieser Zeit gezeigt. Ohne eine Wertung Tarantino´s selbst, dem Zuschauer obliegt es, hier Partei zu ergreifen, sich Gedanken zu machen. Gewalt in Filmen aus psychologischer Sicht – Tarantino im Visier – Part III – ein Resumé weiterlesen

Wenn ein A doch ein X ist und es B gar nicht erst gibt…

… in der Welt der heutigen Presse-Zunft mahlen die Mühlen. Anders halt. Das Interview mit Zak Stevens hat dies mal wieder einmal deutlich gemacht: Migrationsflut vorn und hint, unsere lieben Politiker auf Watte betten und, und, und… und was so „nebenbei“ an Schicksalen passiert, ist wurscht. Da fragt man sich doch nicht mehr lou grantnur nach der nötigen und oftmals mangelnden Medien-Kompetenz der Leser, also ob die noch zwischen Schrott und echten Nachrichten und Wahrheitsgehalt unterscheiden können. Wenn ein A doch ein X ist und es B gar nicht erst gibt… weiterlesen

Ein neues liebstes Hobby – die seelische Nötigung

Jeder hat´s ihn schon mal gehört, mal in den Mund genommen: Den Begriff der seelischen Grausamkeit. Ob man diesen oder jenen deswegen verklagen, anzeigen könne und, und, und.
Die Menschen sind in ihrem Grausamkeiten sehr erfinderisch und seien wir mal ehrlich: Gibt es ein Tier auf dieser Welt, daß auch noch auf die Psyche losgeht? Das ist ganz menschen-eigenes Talent und offenbar auch manchen eine wahre Freude. Die Rede ist dabei nicht von den großkalibrigen Sadisten, nein, es beginnt schon im Kleinen.

seelischIst von seelischer Grausamkeit und Gericht die Rede, sprechen es doch unterm Strich die meisten gar einfach nur süffisant und belächelnd aus. Nicht etwa, weil die Rechtsprechung diesen Faktor eh nicht für voll nimmt, der Mensch als solches tut´s ja selbst nicht mal für sich, den besten Kumpel, den Nachbarn oder sonst wen. Sowas verdaut man schon, das ist alles nur vorübergehend. Super, das ist ein Beinbruch auch, aber wenn mir jemand diesen absichtlich verpaßt, gibt´s halt mal Konsequenzen. Ein neues liebstes Hobby – die seelische Nötigung weiterlesen

Gewalt in Filmen aus psychologischer Sicht – Tarantino im Visier – Part II

1963 geboren sorgte Quentin Jerome Tarantino in den letzten Jahren immer wieder für eine Menge Aufruhr mit seinem Schaffen im filmischen Bereich und erreichte schon recht bald Kult-Status. Bereits zwei Oscars und Golden Globes kann der Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und Schauspieler sein Eigen nennen und auch andere Auszeichnungen bleiben nicht aus. Bereits im Kindesalter zeigte sich Tarantino fasziniert von der Kino-Welt, seine besondere Vorliebe galt den sogenannten Grindhouse-Filmen, auch B-Movies genannt und den Martial Arts .

taran 1Als Teenager brach Quentin Tarantino die Schule im Alter von nur 15 Jahren ab und startete eine Ausbildung zum Schauspieler. Dabei sei zu erwähnen, dass Tarantino Legastheniker ist und seine späteren Arbeiten als Drehbuchautor und auch als Schauspieler sicher davon ebenso beeinflusst waren. Und natürlich dürfte es auch härterer Arbeit und Lernen bedurft haben. Sein großes Wissen über Filme, auch über Rand-Details brachte ihm einen Job in einer Videothek in Manhatten ein. Im Jahre 1987 widmete er sich seinem ersten Drehbuch, „My Best Friend´s Birthday“, welches allerdings nicht als kompletter Film auf DVD erschienen ist. Das Material fiel nach der Fertigstellung einem Brand zum Opfer. Gewalt in Filmen aus psychologischer Sicht – Tarantino im Visier – Part II weiterlesen