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Wacken – und wenn´s nur vorm Fernseher war

Liebe Musikfans, ich muß einfach mal was loswerden. Wir als Redaktion haben uns die Köpfe heiß geredet, echt. Aber wir sind schlicht und ergreifend zu einem schlichten Ergebnis gekommen. Wir müssen Euch unseren Senf mitteilen.

Es war das erste Augustwochenende, die Sonne schien hell, die Vögel… jaja, schon gut, scheiß die Wand an. Also, Nachdem ich mir einst geschworen hab “Nie wieder Wacken” (ganz einfach nur, weil ich Krümel beim Auftritt von Rage in dem Gemenge meine beiden Kontaktlinsen verloren hab und es zwischen Brandgefahr und Wolkenbrüchen nett hin und her ging – nein, ich mag einfach keine Menschenmassen) hingen wir dann doch zumindest bei 3Sat vor der Glotze und gaben uns einen Ausschnitt dieses Mega-Events.

Zu sehen gab es In Flames, Savatage mit Transiberian Orchestra, Sabaton und Running Wild. Das Gebabbel dazwischen kann vernachlässigt werden. Herr Kavka mag ja wirklich Ahnung vons einem Job haben, aber ich werde ihm ganz kindisch nie “Metalla” verzeihen. Nun gut, er konnte ja nichts dafür, daß meinereins damals die Liebe zum Metal entdeckt hat und “Metalla” ja viel repräsentierte aber nicht Metal und Metallica dann mit ihrem “Reload”-Verschnitt echt abgekackt sind.

However, zu In Flames können wir uns kurz halten: Irgendwie scheint da die Luft raus. Wie man das anhand einer Übertragung sagen kann? Naja, kennt man die Bands live und erlebt einen Vergleich der Übertragung derselben Veranstaltung mit einer anderen Band, hm… you know what I mean. Klar, die Band war gut, die Songs zünden nach wie vor, aber irgendwie war da ein fahler Beigeschmack. Rock´n´Rolf und Running Wild machten es da schon anders. Brauchen wir gar nicht drüber reden, daß weder Band noch Fans an den Klassikern vorbeikommen, aber die haben es nach wie vor in sich und die Dynamik reißt ebenso unverdrossen mit.

Sabaton, tja, Sabaton. Man weiß, was man bekommt: Erhabenen, kraftvollen Power Metal mit leichter Reibeisenstimme und einen Ohrwurm nach dem anderen. Das Rumhacken auf dem von ihnen selbst ins Leben gerufenen Bierfestival, in Gedenken an die Tradition des Biertrinkens in deutschen Gefilden, wird auch irgendwann abgelutscht sein und die Witze zwischendurch waren… nett. Für die Anwesenden sicher nicht, aber wenn man sowas schon öfter mal erleben durfte, kann man schon fast vorhersagen, wie lange welche Band welchen Kalauer auf der Bühne bringt, was spontan ist oder sie Comedian-Programm like eingeschlichen hat.

Der Klasse der Band und der Songs tut das nulli Abbruch und unwissende Nachzügler sollten sich endlich mal ran an den Speck machen.

Kommen wir zum Transiberian Orchestra. Nein, Savatage. Auch wieder falsch, zefix. Also, beide Bands, aus einem Quell sozusagen entsprungen, spielten zusammen. Also für die, die es nicht wissen: Nicht gemeinsam auf einer Bühne, nicht gleichzeitig und sie haben es vortreflich geschafft, sich nicht gegenseitig ins Wort zu fallen. TSO entstand an sich ja anno dazumal aus einer Idee der Savatage-Köpfe, Paul O´Neill an erster Stelle, so ist es nicht verwunderlich, daß aich bekannte Melodiethmen bei TSO wieder auftauchen, dort Verwendung finden, schöne Brücken zwischen beiden Bands geschlagen werden. By the way: Savatage waren ja irgendwie Geschichte. Don´t panic, der Mountain King, Chris Caffery und Co. machen sich wieder auf die Socken. Mal so nebenbei erwähnt.

Beide Bands spielten die Songs zusammen, sich ergänzend, mit toller Choreographie auch seitens TSO versehen und gottlob keinen Background-Hascherln, die nur Bein zeigen. Die Mädels, die hier am Start waren, geizten zwar mit netter Optik nicht und auch tänzerische Einlagen gab es einige, aber hier liebäugelte das Motto “Sex sells” eher mit Klasse als plumpen Gedappse. Musikalisch lief es einem hier nicht nur einmal kalt den Rücken herunter, Songs wie “The Hourglass”, “Chance” etc zogen einfach in ihren Bann und die Musiker brillierten durch die Bank. Hier saß alles: Arrangements, Lichttechnik, Auswahl der Besetzung – selbst die Vertreter klassischer Instrumente (Streicher usw) grinsten sich nicht nur einmal einen und waren mittendrin statt nur dabei.

Nun kommen wir zum Fazit, doch wie sag ich´s meinem Kinde? Nun ja, letzes Jahr hab ich massenuntaugliches Wesen mir das Vergnügen des Onkelz-Konzerts gegeben. Diese Band in allen Ehren, das Konzi war ja auch toll. Das Drumherum war ein Fiasko, das ging schon bei den Wegbeschreibungen und den Toiletten los und die Leutchen, die auch auf Limb Bizkit abfuhren – not my business. Da war wohl schon die eine oder andere Birne weichgepogt, daß man leider seine Mitmenschen auf nicht nur nicht zimperliche Art und Weise, sondern gleich à la “auf sie mit Gebrüll” oder Kamikaze like “einen nehm ich noch mit” irgendwie ja – ins Geschehen einbezog. Ob die wollten oder nicht. Also, Arschlöcher waren da schon so dreiundzwölfzig. Kann kein Musiker der Welt was dafür.

Ich für meinen Teil sag nur furztrocken ganz subjektiv: Für die TV-Übertragung hätte ich das Geld lieber ausgegeben als für das Ticket vor einem Jahr.

Etz spinna´s alle

Also, die Pressegeilheit mancher mittlerweile wohl Minus-Promis ist schon sagenhaft. Die Meinungen zu Till Schweigers Engagement lassen ja so manchen schon die Hutschnur aufgehen, aber jedem das Seine. Aber die News, die grad über Heinz R. Kunze die Runde macht, ist eine Vorbereitung auf eine die Stimmung erheiternde Entwicklung.

Musikinstrumente sammeln für geflohene Menschen. Ja, ich geb ihm recht: Musik und Sport sind wichtig. Die alten Griechen waren ja keine totalen Spinner mit ihrer Idee zu den olympischen Spielen. Und die Wirkung von Musik ist ebenso wenig zu verachten und Kunst wirklich an sich auch wichtig. Aber das ist ja hier gar nicht der Punkt! Der Punkt ist, irgendwer sammelt irgendwas, damit der Name mal wieder rumgebabbelt wird. Super Ingo.

Und natürlich jeder nach seiner Fasson. Klar werden da Musikinstrumente gesammelt (warum na ned selber gekauft, ha?), genau DAS paßt zum Image und der Rest ist schnurzwurscht. Wie wär´s mit´m Wörterbuch? Genug Handtücher und Bettwäsch´? Iwo, ein Musiker muß Musikinstrumente sammeln und schenken, und scheiß egal, wieviel Sinn es machen würde, aber dann sollte doch mal auch eine Rolex-Sammlung durch den Hersteller angeleihert werden. Oder Brötchen sammeln durch den Bäcker. Wie schaut´s aus, liebe BMWler? Sammelt doch Eure Autos wieder ein, egal, ob die an der Stelle gebraucht werden oder nicht.

Das ist einfach mal sowas von am Ziel vorbei, daß es einem das Messer in der Tasche aufstellt. Sorry, aber ist so.  Ich wart drauf, daß, sofern die Sendung DSDS mal krankende Einschaltquoten aufweist, die teilnehmenden Musiker zu Begrüßungschören als Werbezweck umfunktioniert werden.

So, und mehr Platz hamma hier für den Quatsch nicht.

Mal genauer

Also, was ein Feuilleton darstellt, haben wir ja bereits kurz und knapp umrissen. Auch, daß wir auf unsere ganz eigene Art und Weise da ran gehen werden. Nun aber mal ernsthaft: Klar sind Themen aus diesen Bereich interessant (manchmal) und vielleicht auch mal nicht so unwichtig.

Allerdings werden ganz klar zwischen Klatsch und ernsthaften Themen unterscheiden und zwischen Mainstream-Pillepalle und Kunst sowieso. Einige Temen sind bereits ein Planung, so werden wir uns auch mal über die (a-)sozialen Netzwerke demnächst hermachen, genauso auch über Fragen zur Verantwortung der Gesellschaft und, und, und…

Was is´n das?

A Fuitooh ist schlicht und ergreifend ein Ressort innerhalb eines Magazins, dasß sich mit den Themen Gesellschaft, Entertainment, Kulturellem und Kunst beschäftigt. Ganz klar, daß wir da auch unseren Schmarrn ablassen müssen und uns künftig öfter zu diesem oder jenem ganz wichtigen Was-weiß-ich-was äußern werden.

Lasset den Blödsinn die Welt regieren

Jim-Moriarty-jim-moriarty-35625501-413-500In diesem Sinne werden all diese Kategorien, die Euch nun angezeigt werden, nach und nach gefüllt werden und wir wenden unseren ausgewählten Themen sehr viel Bedacht und Muse zu. Versprochen. Stay curious – es geht lo-hos

 

P.S. Dieser Beitrag steht als erster in jeder Kategorie, weil… na, damit Ihr gleich seht, was auf Euch zukommt und nicht erst, wenn es zu spät ist – und damit wir auch mal durchblicken 😉