Archiv der Kategorie: Feuilleton

Pagan´s Mind – Glitzer, Glamour, Nerds, Rockstars & ‘Genies’ für die Massen

Normal ist es nicht meine Art, einen “Zusatz” zu einem Interview zu verfassen, aber gerade die letzten Sätze hier gehen einem wirklich nah. Manche werden den Zusammenhang verstehen, allen anderen einfach viel Spaß beim Lesen.

Ebenfalls mit einem Granaten-Live-Werk haben dieser Tage Pagan´s Mind zugeschlagen. Die Ausnahme-Prog-Metaller nutzten einen erneuten Auftritt auf der Center Stage für diesen Doppel-Silberling und natürlich auch DVD und was die Band hier vom Stapel läßt, ist pagans mind 1einfach nur noch sagenhaft und alles andere als verträumt und nur geschmeidig. Satt, kompromißlos… Pagan´s Mind – Glitzer, Glamour, Nerds, Rockstars & ‘Genies’ für die Massen weiterlesen

Deth Enemy – Im Zelt die Reißleine vor der Bierdusche gezogen oder: Die Pinguine aus Oz

Schon fast ein bißchen von den Socken zeigen sich Deth Enemy angesichts der Reaktionen auf ihre Debut “Unmovable”. Auch kein Wunder, felsenfest verankert in erdigem authentischen Heavy – als de 3hätte es die letzten Jahrzehnte und so manche seltsamen musikalischen Anwandlungen für die Gehörgänge des Trios gar nicht gegeben. Doch dazu mehr an späterer Stelle dieses Interviews. Sänger und Gitarrist Al Caiulo, mit einer herrlichen Portion Zynismus und Sarkamus gesegnet, freut vor allem eins:

„Das fetteste und überraschendste Kompliment ist eigentlich, daß uns bestätigt wird, wir hätten unseren eigenen Sound. Es ist schon fast etwas einschüchternd, solche Reaktionen zu bekommen und ganz klar sind wir stolz auf die Platte. Hoffentlich geht es auch so weiter. Es ist sagenhaft, als neue, unbekannte Band solche Reaktionen und gute Kritiken auf die eigene Platte zu bekommen.“

Dabei ging´s den Australiern auch nicht anders als anderen Bands und viele Erfahrungen wurden eben mit Coversongs und Auftritten mit Cover-Bands gemacht. Bis man mal die Nase davon voll hatte und sich eigenen Songs widmete. „Wir waren zwar alle in einigen Cover-Bands, wollten aber schon immer unser eigenes Material spielen und aufnehmen, bloß das Timing hat eben nie gestimmt. Nachdem wir eben von der Musik leben wollten, war das Spielen und Auftreten mit Cover-Bands eben die einzige Möglichkeit, das auch zu schaffen. Blöderweise haben wir irgendwann festgestellt, daß es doch einen feinen Unterschied ausmacht, in einem Haus oder einem Zelt zu leben… und so beschlossen wir, uns allgemein eine Auszeit von der Musik zu nehmen und andere Richtungen beruflich einzuschlagen.

Threshold – Zauber ohne „Faust im Nacken“ und der Stoff, aus dem Bestseller sind

thresh 2Die Prog Metaller lieferten mit “European Journey” ein absolutes Meisterwerk in Sachen Live-Album an. Ein Album, von dem sich, Progressive hin oder her, viele ein Scheibchen abschneiden können. Derartiges Niveau und Threshold – Zauber ohne „Faust im Nacken“ und der Stoff, aus dem Bestseller sind weiterlesen

Solar Fake – Fatalistisch ein Schnippchen geschlagen? Oder: Wenn der Zeigefinger einfach nervt

„Hm, vielleicht sollte man sich lieber Musik anhören bevor man lustige Bezeichnungen für sie erfindet“

sf 3Zufrieden mit sich selbst und dem Rest der Musikwelt, naja, zumindest der schreibenden Zunft, gibt sich Sven Friedrich, Sänger und Kopf von Solar Fake. Das neue Scheibchen „Another Manic Episode“ kann sich auch absolut sehen und es sollte schon mit dem Teufel zugehen, wenn es besonders bei Freunden düsterer, elektronisch angehauchter Klänge nicht auch ganz oben auf der Wunschliste landen sollte. Eines dieser Interviews, bei denen ein ständiges Schmunzeln mitschwingt und eine herrliche Mischung aus Zynismus und Unbekümmertheit. Solar Fake – Fatalistisch ein Schnippchen geschlagen? Oder: Wenn der Zeigefinger einfach nervt weiterlesen

ASP – Nische oder Nietzsche – das ist hier die Frage

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Das neue Scheibchen von ASP, “Verfallen, Folge 1: Astoria“, ist mal wieder schlichtweg der Hammer. Anders kann man es nicht sagen. Sänger und Mastermind Alexander Spreng freut´s natürlich, daß die Platte ankommt und vor allem, daß sich so manche auch diesmal auch nicht so eingefahren und eingeschossen zeigen, wie man es bei einem Konzeptalbum manchmal schon erlebt hat. Da wird schon mal ob der eventuellen Anstrengungen, sich hinein zu finden, ab und an ASP – Nische oder Nietzsche – das ist hier die Frage weiterlesen

Grave Digger – Von wegen früher war alles besser: Axel Ritt über Geschmiere und andere Nüchternheiten

grave 2Wie Ihr schon mitbekommen haben dürfte, haben sich Grave Digger mit „Exhumination“ aufgemacht, der Metal-Welt zu ihrem Jubiläum noch einmal mit Schmankerls vergangener Tage in neuem Gewand neu einzuheizen. Und das Herrliche dabei: Setzen andere Künstler bei Best-ofs oder sonstigen Zusammenstellungen meist schlicht auf Nummer Sicher in Sachen Songauswahl, kann zum einen bei Grave Digger in dieser Hinsicht so gut wie nichts schief gehen und andererseits wurde sich auch nicht auf die immer selben Klassiker verlassen, wie man dies bei so manch Grave Digger – Von wegen früher war alles besser: Axel Ritt über Geschmiere und andere Nüchternheiten weiterlesen

Joel Hoekstra´s 13 – Bitte nicht zu sanft den Arsch aufreißen

hoek2Dieser Tage beehrte Joel Hoekstra seines Zeichens unter anderem auch Saitenschwinger bei Whitensake und Night Ranger die Hard´n´Heavy-Fraktion mit seinem eigenen Baby unter dem Banner Joel Hoekstra´s 13. Titel des erstklassigen Heavy-Bonbons: „Dying To Live” – und der Silberling knallt und überzeugt an allen Ecken und Enden. Vielbeschäftigt und doch noch Zeit für ein Neben-Projekt und ebenso für ein paar Worte – und schwärmt dabei gleich mal kräftig los.

„Ich bin total von der Rolle angesichts er klasse Reaktionen. Von ‚Album des Jahres‘ bis vollen Punktzahlen ist alles dabei. Absolut phantastisch! Dabei waren meine eigenen Erwartungen gar nicht so hoch geschraubt, ich wollte lediglich tun was in mir möglich und Joel Hoekstra´s 13 – Bitte nicht zu sanft den Arsch aufreißen weiterlesen

Eine Frage der Entertainment-Kompetenz: Mit was hau ich mir heut den Kopf zu?

Ich hab zwar keine Ahnung ob dieser Begriff so stehen gelassen werden kann, aber warum eigentlich nicht? Für alles stellt sich doch heutzutage die Frage nach der nötigen Kompetenz, den Umfang selbiger, ob überhaupt irgendwo irgendwie ein Quäntchen vorhanden ist oder, oder, oder?

So, erstmal: Kompetenz stammt aus dem Lateinischen (competere) und bedeutet so viel wie: zusammentreffen, ausreichen, zu etwas fähig sein, zustehen. Frag ich mich jetzt, wenn es etwa um die viel zitierte Medien-Kompetenz geht: Heißt das dann:

Ich treffe auf ein Medium? Medien treffen sich gegenseitig (mitten aufs Auge oder zum Kaffee-Plausch? Ist das Medium kompetent. Und mit Medium ist nun grad kein Hellseher gemeint, sondern Medium wie Zeitung, Radio, Nachrichten etc. Oder steht am Ende dem Medium was zu? Whatever, an sich weiß jeder, was gemeint ist, nämlich kann man Gescheites von Quatsch noch unterscheiden. Eine Frage der Entertainment-Kompetenz: Mit was hau ich mir heut den Kopf zu? weiterlesen

Rage – Gefahr gebannt oder: wenn alle so wären wie Metal-Fans, dann…

rage 4Man hat´s nicht immer leicht, aber leicht hat´s einen. Auf Peavy (Peter Wagner), Mastermind, Basser und Sänger von Rage trifft zum Zeitpunkt dieses Interviews beides zu: Die Husterei hat ihn und leicht hatte er es auch mal wieder in Sachen Line-up nicht. Aber eins nach dem anderen. Rage – Gefahr gebannt oder: wenn alle so wären wie Metal-Fans, dann… weiterlesen

American Horror Story: Hotel – besserer Titel: Größenwahn

ahs hotelNaja, eigentlich heißt die neue Staffel, die ab 25.11.15 via Pay-TV in Deuscthland zu sehen ist, ha “American Horror Story: Hotel” und ich will mich hier auch mal kurz halten
Der Name ist absolut unpassend… Man kann sich ja gern ein nobles und hohes Ziel setzen und auch ein gesunder Ehrgeiz ist nicht das Schlechteste. Aber manche Ziele sollte man bei sich behalten bzw einfach die Waffel. Die Macher von “AHS”: Man wolle “Shining” übertrumpfen.

Ich bin für eine Runde Mitleid angesichts der öffensichtlich enorm dünnen Luft, der diese Zeitgenossen ausgesetzt sind. So was sagt man nicht laut!!