Archiv der Kategorie: Feuilleton

Octanic – Bitte nicht zehnmal den gleichen Song und unter dem richtigen Endzeit-Fokus

„Für viele von uns sind es unsere Bücher, Filme und Musik, die uns durch den Tag retten – in guten wie in schlechten Zeiten.”

“Mit ihrem Debut sorgten Octanic in der Metal-Szene doch für einigen Wirbel, der eigenwillige und doch faszinierende Sound der Australier brachte jeden Song des Albums “The Mask Of Hypocrisy“ Octanic – Bitte nicht zehnmal den gleichen Song und unter dem richtigen Endzeit-Fokus weiterlesen

Schopenhauer erklärt: Der beherrschende Gedanken an Liebesbeziehungen in Kunst und Literatur

An allen Ecken und Enden schmalzt es doch eigentlich immer irgendwann in der Kunst. Selbst der größte Thriller hält irgendwo eine triviale Liebesgeschichte bereit. Die mächtigsten Heldentaten finden sich um ihres Willen… oder es werden die Liebsten gerettet, gerächt…

Die Liebe, der Nachwucschoppi 1hs, die Familie – egal, ob die bucklige Blutsverwandschaft Schopenhauer erklärt: Der beherrschende Gedanken an Liebesbeziehungen in Kunst und Literatur weiterlesen

Gentlemans Pistols – Songschreiben gegen Kontrollverlust, andere Therapien und Kunst als Inbegriff der Magie

Die mittlerweile dritte Scheibe der Briten sollte nun wirklich schon bis zu jedem anständigen Rock- und Heavy-Fan durchgedrungen sein, der auch nur einen Hauch für Retro-Einflüsse, einen Haufen Stoner Rock und einfach satten, „alten“, spritzigen-doomigen Sound mit ein wenig Black Sabbath-Schuß übrig hat. Die Beschreibung mag seltsam klingen, aber eben jenes Flair bringen Gentlemans Pistols Gentlemans Pistols – Songschreiben gegen Kontrollverlust, andere Therapien und Kunst als Inbegriff der Magie weiterlesen

Hopelezz – Nicht reißende Bande, Genres, die man sich zusammenreimen läßt, ein bißchen Band-Kollegen schocken und eine personifizierte Krankheit

Für mächtig guten, neuen Stoff werden die deutschen Modern/Death – however (dazu später, daher mal flapsig der Begriff) Metaller Hopelezz im kommenden Frühjahr mit ihrem dann erscheinenden Album „Sent To Destroy“ liefern, soviel ist mal gewiß. Gewiß war dahingegen der kruzfristige Auftritt ein paar Tage vor diesem Interview in der Essigfabrik in Köln nicht. Hoplezz und einige andere, vornehmlich regionale Bands sprangen sozusagen für Eagles Of Death Metal in die Presche, weil… naja, um die Geschehnisse vom 13.11. Hopelezz – Nicht reißende Bande, Genres, die man sich zusammenreimen läßt, ein bißchen Band-Kollegen schocken und eine personifizierte Krankheit weiterlesen

Fearless Vampire Killers: Die „Doctor Who“-Kolumne

Drew Woolnough (bass) hat sich wirklich dazu hinreißen lassen, eine Kolumne für uns hier zu verfassen. Die Aufgabe war – an sich – ganz einfach. Naja, also nicht wirklich: Eine Folge für „Doctor Who“ schreiben, den Mitgliedern dabei eine Rolle zu verpassen und auch einen Soundtrack dazu auszuwählen. Vorgegeben war dabei: Es sollte ein bißchen Endzeit-Flair à la Mad Max haben – ein wenig Western Fearless Vampire Killers: Die „Doctor Who“-Kolumne weiterlesen

Pussy Sisster – Das Grundrezept, halbe Ohren, verliebte Kameras und der Rock´n´Roll als Bank

Das aktuelle Scheibchen der deutschen Sleaze-& Glam Rocker von Pussy Sisster haben wir Euch ja schon wärmstens ans Herz gelegt – und wir gestehen: Wir würden es immer wieder tun. Ja, Wiederholungstäter möchte man eigentlich auch bei Pussy Sisster sagen, ob ihres doch recht eigenwilligen und gar nicht mehr so zeit-kompatiblen Weges, Menschen zu erreichen. Was früher das Pussy Sisster – Das Grundrezept, halbe Ohren, verliebte Kameras und der Rock´n´Roll als Bank weiterlesen

Subsignal – Schnell da, schnell wieder weg, konservative Fortschrittler und induktive Lyrics

-„Mit Stickern können sich alle ausdrücken, aber mit eigenen Worten?“-

ss 2Musikmenschen sind auch nur Menschen und so klappte dieses Interview auf den zweiten Anlauf wunderbar. Sänger Arno Menses gehört nicht nur zur klang-erzeugenden, sondern auch arbeitenden Zunft und so war der Gute dann doch noch etwas vom Subsignal – Schnell da, schnell wieder weg, konservative Fortschrittler und induktive Lyrics weiterlesen

Vanden Plas – Wenn Künstler Kräfte bündeln, Mentoren ihres Amtes walten und Silbermond Mozarts Nachfolger sein sollen

Ein wunderbares Beispiel, was dabei heraus kommen kann, wenn Künstler verschiedenster Kunstformen ihre Kräfte bündeln, sieht man an Vanden Plas´ „Chronicles Of The Immortals – Netherworld Path 2“. So ergaben sich dieses Album, wie auch logischerweise sein Vorgänger aus dem Wunsch des Autors Wolfgang Hohlbein einer Zusammenarbeit mit der Band heraus. Sänger und Mastermind Andy Kuntz zeigt sich seinerseits zum einen sehr zufrieden mit den Reaktionen, die die Band bisher für den Silberling einheimsen konnte, doch dazu später. Vanden Plas – Wenn Künstler Kräfte bündeln, Mentoren ihres Amtes walten und Silbermond Mozarts Nachfolger sein sollen weiterlesen

Motion City Soundtrack – Bloß nicht vor Publikum abschmieren, aber vorher dicke Knuddeln

Mit einer herrlichen Leichtigkeit kredenzten uns gerade Motion City mc 1Soundtrack ihr neues Album „Panic Stations“ – und doch nie ohne einen tieferen Eindruck zu hinterlassen oder technische Fragen offen zu lassen. Unbeschwertheit, positives Feeling, Eingängigkeit mit allem, aber beileibe keiner Oberflächlichkeit. Dabei sind die Jungs diesmal ein bißchen anders an den Silberling herangegangen, wie Sänger Justin Pierre durchscheinen läßt.

„Wir sind absolut zufrieden mit dem, was wir zusammengebastelt haben – unsere Idee und unsere Vision haben funktioniert. Wir wollten unserem Sound dieses Mal einen Hauch mehr Finesse und Direktheit einpflanzen, zudem auch mehr Authentizität, es sollte einfach sich einfach etwas Aufregendes zu unserem Stil gesellen. Unterm Strich haben wir uns so dafür entscheiden, das Album live aufzunehmen – es kommt intensiver, ein wenig knackiger und frenetischer rüber.“

Und dabei gibt der Gute auch zu, daß Motion City Soundtrack mit „Panic Stations“ wohl die ein oder andere Fan-Welt auf den Kopf gestellt haben könnten. „Wir haben dieses Mal eigentlich alles anders gemacht, als es bisher der Fall war. Das Vorgängeralbum ‚Go‘ haben wir komplett im Studio geschrieben. Das ging in etwa einen Monat und setzen wir es eben Stück für Stück zusammen, nicht immer waren alle von uns immer dabei und gar im selben Raum. Insofern kann man das schon als getrenntes Arbeiten nehmen. Bei ‚Panic Stations‘ gingen wir ganz anders an die Sache heran, haben jedes Detail im Vornherein ausgearbeitet und als alles stand, das Album in einem Aufwasch live innerhalb von 14 Tagen aufgenommen.“

Klingt nach ´nem Plan, äh Planung. Auf jeden Fall ist der aufgegangen und macht sich bezahlt. Und man sollte wohl nie unterschätzen, was so alles losgetreten werden kann, wenn durchgeknallte Kreativköpfe im selben Raum unterwegs sind.