Es hagelt…

Liebe Leut, wie soll ich´s sagen… Ihr bekommt ja hier schon CD-Besprechungen, Tips etc. Und es wird nicht weniger, muß ich gestehen.

11909735_1610570542537452_1842018305_nNachdem hier ja auch andere Themen rumgeistern, sei an dieser Stelle auf das The Rock 23 verwiesen. Dort findet Ihr alles, was wir an Inhalten zusammentragen, auch als älteren Tagen, aber natürlich nicht nur. Reviews, Interviews, Specials, Live-Berichte, Histories – also sozusagen die größere Version der Musikkategorie in diesem „Revolverblaadl“.

Es sei nur soviel gesagt: Ganz aktuelle News oder Zeugchen, daß uns gleich doppelt vom Hocker haut, findet Ihr hier, die gesamte Palette bei The Rock 23. Hier haben wir solche Dinge wie Tourdaten udn News ausgeklammert. Die Band-Seiten wollen schließlich auch besucht werden, lol. Und nun stehen wir vor über 70 neuen CDs, auf in den Kampf 🙂

Lucifer´s Friend: „Mind Exploding“

Bei diesem Album handelt es sich um eine re-masterte Version aus dem Jahre 1976 – und die hat sich echt gewaschen. „Mind Exploding“ ist ein absoluter Leckerbissen für Fans melodischen Progressive Rocks, nicht zu vertrackt, zu verkniffen und absolut glasklar in Szene gesetzt. „Moonshine River“ startet dabei sehr rockig und erdig, mit nicht wenigen Anleihen an Uriah Heep. Dynamische und auch wieder zarte Melodieführungen bestimmen dieses abwechslungsreiche und bei aller Eingängigkeit auch eigenwillige Kleinod. Klar dürfen auch kleine Ausflüge in Richtung Fusion und Swing nicht fehlen, Musical-Teenage-Heavy kommt ebenso hoch. Jenes unverkennbare Flair der 70er Marke Meat Loaf und Co.

Die Breaks gestalten sich spielerisch, nicht zu knifflig, die Songs scheinen weder zu klang, noch zu kurz, zu langatmig – die Tracks sind absolut in sich stimmig, mit einem erstklassigem Gespür für geniale Songführung, Songwriting, Intonation und Inszenierung. Absolut empfehlenswert! Wer Lucifer´s Friend noch nicht kennen sollte: Ein Griff zu „Mind Exploding“ lohnt sich auch für Fans von Combos wie Poverty´s No Crime und weitere Vertreter des filigranen, harmonischen Prog Rocks bzw Art Rocks. Und neben anspruchsvoll ist dieses Scheibchen auch noch wahnsinnig eingängig.

Dynamisch, ab und an etwas bluesig, auch 70er-Purple-Fans, Toto-Anhänger, diejenigen, die Air Supply mögen, dürften hier zu Hause sein.

Tracklist:

Moonshine Rider

Blind Boy

Broklen Toys

Fugitive

Natural Born Mover

Free Hooker

Yesterday´s Ideals

The Pretty Things: „The Sweet Pretty Things (Are In Bed Now, Of Course…)“

Sieben lange Jahre sollte es dauern. Bis sich The Pretty Things mit einem neuen Streich zurückmelden. Absolut chillig, mit einem satten Groove und bodenständig klingt dieser Silberling. Klar ist der Sound dieser Band in den 70ern hängengeblieben, ein Schelm, wer anderes denkt. The Pretty Things preschen nicht nach vorn, gemächlich, gemütlich, ein wenig Southern Rock-Flair, mal bluesig wie bei „And I Do“ oder einfach schön treibend-groovig bei „The Same Sun“. Fans handgemachter, zeitloser und erdiger Musik kommen hier auf alle Fälle auf ihre Kosten. Kraftvoll und zugleich relaxed scheinen The Pretty Things der Sound absolut geschmiert von der Hand zu gehen, mit einer derartigen Selbstverständlichkeit bekommt man hier eingängigen, logisch nachvollziehbaren und heimeligen Rock.

Dabei sind die Songs schon durchaus auch eigenwillig, liebäugeln mal in Richtung Bob Dylan, mal Lynyrd Skynyrd oder Steppenwolf. Altbacken wirkt hier gar nichts, gediegen ja – und genau das macht das enorme Ausstrahlungspotential dieses Scheibchens aus. Interessierten Rock-Fans sei auch „Turn My Head“ ans Herz gelegt, ebenso auch „Dark Days“. The Pretty Things präsentieren sich immer wieder von einer anderen Seite, doch es sind die kleinen Nuancen, während sie andererseits absolut unverkennbar bleiben wie eh und je.

Tracklist:

The Same Sun

And I Do

Renaissance Fair

You Took Me By Surprise

Urn My Head

Dark Days

Greenwiid Tree

Hell, Here And Nowhere

In The Soukh

Dirty Song

Lightning: „Road To Ninja“

Fast seit zehn Jahren hat der Planet diese Band und besonders Melodic Power Metal-Fans wird´s freuen. Wer also auf Yngwie Malmsteen und Konsorten steht, ist bei den Japanern ganz vorn dabei. Diese Einflüsse hört man auch ganz deutlich hervor, das Gitarrenspiel ist immens von anderen Vertretern dieser Richtung geprägt, auch Vergleich zu Stratovarius, Freedom Call etc kommen einem in den Sinn. Man muß ganz klar sagen, daß The Lightning dieser Metal-Art sicher nicht neu erfunden haben, aber der Silberling geht sowohl technisch versiert als auch ausdrucksstark und absolut stark in der Umsetzung mehr als nur gut ab.

Das Riffing ist sehr intensiv und eindringlich, die Vocals zeigen sich elegant-melodisch und charismatisch, klassische Songwriting-Elemente, latente Renaissance-Klänge – all das findet der geneigte Hörer auf diesem Scheibchen. Auch bei den Hooks haben sich The Lightning nicht lumpen lassen. Kraftvoll, bombastisch manchmal, majestätisch hin und wieder und nie zu überladen und vollgestopft ist das Songmaterial detailliert und ebenso gut nuanciert in Szene gesetzt. Anspieltips – gute Frage: An sich ist es egal, mit welchem Song man sich an dieses Scheibchen herantastet, als Fan dieser Mucke wird man nicht enttäuscht werden. Und: „Heavy Metal (Of Destiny)“ ist entgegen dem Titel und x-fach bestätigten Vergleichsbeispielen kein abgedroschener Auf-Nummer-Sicher-geh-Mitgröhltrack. Schon allein das ist erfrischend.

Tracklist:

Man Of Men

Raise The Sun

Save The Truth

Destiny Destination

Far Away

Stand Alone

Sldier Force

Heavy Metal (Of Destiny)

Thousand Fields

Sail Away

Raise The Sun (Japanese)

Lucifer´s Friend: „Banquet“

Auch hier handelt es sich um eine Neuauflage des Albums, das bereit 1974 via Repertoire Records erschienen ist. Den Vergleich, ob die Überarbeitung nötig war, können nur diejenigen unter uns anstellen, die die Erstveröffentlichung ihr Eigen nennen. Doch selbst wenn beim Original der Sound bereits derart brillant ist, hat es dieses Scheibchen mehr als verdient, nochmals in Erinnerung gebracht zu werden. Hier werden spielerisch Äras miteinander verbunden Swingelemente locjker flockig in Art und Melodic Metal eingebaut. Kein Song gleicht dem anderen, Abwechslung, vor allen in den Arrangements und den Details wird großgeschrieben.

Dennoch verlieren sich Lucifer´s Friend nicht in Frickeleien oder selbstverliebten Selbstdarstellungen, Endlos-Soli oder dergleichen. Harmonisch und dynamisch zieht diese Band hochwertiges Material mit viel Ausdruckskraft von Anfang bis Ende durch. Dies hier ist wirklich absolut feinster Art Rock oder wenn man so will auch Progressive Rock, der nicht aufdringlichen Art. Komplex ist das Material, keine Frage, doch leidet unter aller technischer Fertigkeit der Band der Sound zu keinem Zeitpunkt. Es ist absolut gigantisch, wie sich hier die Songs leichtfüßig steigern, wie auch die geradlinigsten Riffs Abwechslung bieten können. Ein tolles Muß-man-haben-Album. Zum Reinspitzen sei mal „Thus Spoken Oberan“ als Tip genannt. Wer Deep Purple, Pink Floyd und The Who mag, wird dieses Album lieben.

Tracklist:

Spanish Galleon

Thus Spoken Oberon

High Fly Lady – Goodbye

Sorrow

Dirty Old Town

Bonus Track: Our World Is A Rock´n´Roll Band

Dieversity: „Re/ Awakening“

Hui ui ui, na da haben wir ja ein Kleinod der härteren Fraktion. Progressive Elemente vermengen sich bei diesem Silberling gekonnt mit manch thrashigen Anleihen und lassen so manche Band echt blaß aussehen. Dabei sind die Wechsel zwischen den Genre typischen Elementen und Facetten derart fließend, daß man fast meint, anders gehört´s ja eigentlich gar nicht. Hier mal ein paar Synthies, da etwas brachialerer Sound, melodische Hooks, dann wieder ein bißchen Growling. Ein wuchtiger Fluß an spektakulären Songs mit prägnantem Drumming und ebenso tollen Basslines.

Am deutlichsten wird dies alles u.a. bei „On Your Own“, dieser Song vereint so ziemlich alle Elemente, die auf diesem Album zu finden sind, absolut spielerisch miteinander. Ganz klar, eine Party-Scheibe ist das nicht, aber wer will das schon immer. Ganz schön mächtig, was die Würzburger auf diesem Album zaubern. Robust, dynamisch und sehr, sehr energetisch zaubern sich die Würzburger durch dieses Album und liefern neben kniffligen Momenten nicht wenige Ohrwurm-Momente. Bei aller Spielerei und komplexem Songwriting bleibt die Tiefe des Materials nicht auf der Strecke, im Gegenteil, „Re/ Awakening“ ist auch in dieser Hinsicht sehr einnehmend. Empfehlen kann man das Scheibchen ruhigen Gewissens: Nicht nur Anhänger der komplizierten (progressive) Fraktion (jaja, ich weiß, es muß auch da nicht zwingend kompliziert sein, aber zumindest strukturell komplex, gelle) und des robusteren (Thrash) Metals sollten ein bzw zwei Ohren riskieren, auch die Gothic Metal-Szene dürfte absolut gut bedient sein und eigentlich jeder Metal-Freak, der nicht immer nur Heile-Heile-Welt haben will, sondern auch einfach mal Dampf unter der Schüssel. Ach ja, Soilwork´s Frontmann ist als Gastsänger mit von der Partie.

Tracklist:

Life

Too Blind To See

Stop War Inferno

In Your Dreams

On Your Own

Don´t Teach Me

Speed Dial To Pain

Forget The Past

Re/ Awakening

Pardon!

Die Illuminationsphilosophie

Diese Thematik wurde bereits kurz im vorhergehenden Text angeschnitten. Bei der Illuminationsphilosophie handelt es sich mit Nichten um etwaige Dinge rund zu Verschwörungstheorien oder dergleichen und es ist nicht uninteressant, legt man so mancher Namensgebung die Form dieser Philosophie zugrunde. Daher soll sie auch ein wenig mehr Platz an dieser Stelle einnehmen.

Diese Philosophie entstand etwa im 12. Jahrhundert in Persien und bedeutet soviel wie „Weisheit der Erleuchtung“. Die Illumination wurde durch den Urheber dieser Philosophie, Shihab ad-Din as-Suhrawardi, in den Mittelpunkt seiner Thesen gestellt und entspricht in etwa der „Philosophie des Lichts“, sollte dabei aber nicht mit der Lichtmetaphysik oder den Illuminationslehren aus anderen Richtungen verwechselt werden. Nun, was macht die Illuminationsphilosophie nun eigentlich aus: Sie stellt nicht, wie gewöhnlich, den induktiven Weg der Erkenntnisgewinnung in den Vordergrund, wie es die meisten Formen der Philosophien zum Thema Weltanschauungen etc tun.

Vielmehr steht hier die intuitive Erkenntnis an vorderster Front, sprich man versteht etwas, weil man es eben versteht. Dies in erster Linie. Es wird ein Song etwa einfach erfaßt, verstanden. Ohne daß es einer Erklärung, einer Aufschlüsselung des Textes etc bedarf. Diese Versuche der Erklärung folgen im Nachhinein, d.h. eine diskursive Form der Erkenntnisgewinnung folgt, in dem, entgegen dem intuitivem Weg, versucht wird, durch logisches und begriffliches Verständnis. So steht in der Illuminationsphilosophie auch die Essens, das Wesen vor der Existenz, was gut und oft auf Kritik stößt, doch wo ist dies nicht der Fall…

In dieser Philosophie wird mit dem Bildnis des Lichts gearbeitet, mit Hilfe dessen ein Zusammenhang zwischen einem Gott und dessen Schöpfung hergestellt wird. „Gott“ als DAS Licht schlechthin, die Realität stellt einen dauerhaftes Licht dar, insofern ist die Realität ein Teil Gottes. By the way: Initiator Suhrawardi wurde hingerichtet, die Umstände sind – sozusagen – Verschlußsache. Auf jeden Fall gefiel nicht jedem, der seinen Thesen lauschte, was er da so zu Gehör bekam, stellte diese Philosophie in ihrer Weiterführung einige Dingelchen gewaltig in Frage.

Die Annahme Suhrawardis stellt sich wie folgt dar: Die Essenz einer Sache kann nicht in bestimmten Kategorien wahrhaftig verstanden werden, nur Teile ihrer Existenz. So kann man also nie endgültig zu einer wahren Erkenntnis gelangen, wählt man nicht den intuitiven Weg zur Weg. Dies schließt nicht aus, daß Erkenntnisse logisch nachvollzogen werden und wurden bzw dies selbstredend ein wichtiger Bestandteil war, doch steht dies eben nicht an erster Stelle. Diese Form der Erkenntnisgewinnung wird auch gern mit dem Erfahren von Schmerzen verglichen: Unmittelbar und ganz. Etwas muß so nicht nur optisch oder akustisch wahrgenommen werden, sondern in seiner Gesamtheit erkannt werden, in seiner Essenz. Suhrawardi selbst nannte dies auch „Erkennen durch Gegenwart“, daher auch der Terminus der Illumination, der Erleuchtung.

Um bei dem dazugehörigen Bildnis zu bleiben: Das Licht, da Gott sozusagen ausstrahlt, steckt also in allem, wirft sich auf alles und reflektiert, nicht nur untereinander, auch zurück zum Ursprung.

Die acht „Mir wär’s wirklich lieber, du würdest nicht …“

Grad mal ausgegraben.  Religionsparodie vom Fliegenden Spaghetti-Monster und seine acht „Gebote“: Einfach mal zwischendurch zum Schmunzeln

Mir wär’s wirklich lieber, du würdest Dich nicht wie ein oberheiliger Heuchler aufspielen, wenn du meine nudlige Güte beschreibst. Wenn irgendwelche Leute nicht an mich glauben, ist das echt okay. Ich bin nicht so eitel. Außerdem: Es geht nicht um diese, also weich nicht vom Thema ab.

Mir wär’s wirklich lieber, du würdest nicht meine Existenz als Mittel benutzen, um jemanden zu unterdrücken, zu unterwerfen, zu bestrafen, zu vernichten und/oder du weißt schon. Ich verlange keine und benötige keine Opfer. Und Reinheit ist was für Trinkwasser, nicht für Menschen.

Mir wär’s wirklich lieber, du würdest nichts tun, das dir selbst oder Deinem bereitwilligen, volljährigen und geistig gesunden Partner peinlich sein müsste. Wem das nicht passt, der kann mich mal – ich glaube, die Formulierung lautet: am A**** lecken. Wem das auch nicht passt, der sollte am besten die Glotze ausmachen und zur Abwechslung ein Stück spazieren gehen.

Mir wär’s wirklich lieber, du würdest dir die verklemmten, frauenfeindlichen Vorstellungen anderer nicht auf nüchternen Magen anhören. Esst etwas, dann macht euch über die Idioten her.

Mir wär’s wirklich lieber, du würdest nicht Multimillionendollar-Kirchen, Moscheen, Tempel, Schreine für Meine Nudlige Güte erbauen. Das Geld kann man nun wirklich sinnvoller anlegen. Sucht euch etwas aus:

  • Armut zu beenden
  • Krankheiten zu heilen.
  • in Frieden leben, mit Leidenschaft lieben und die Kosten von Kabelfernsehen senken. Mag ja sein, dass ich ein komplexes, allwissendes Kohlenwasserstoffwesen bin, aber ich mag die einfachen Dinge im Leben. Ich muss es wissen, ich bin der Schöpfer.

Mir wär’s wirklich lieber, du würdest nicht rumgehen und Leuten erzählen, ich würde zu dir sprechen. du bist nicht SO interessant. Nimm dich mal zurück. Und ich sagte dir bereits, dass du deine Mitmenschen lieben sollst, kannst du keinen Hinweis erkennen?

Mir wär’s wirklich lieber, du würdest andere nicht so behandeln, wie du nicht selbst gern behandelt werden möchtest, es sei denn, du bist mit Sachen zugange, in denen, ähm, eine Menge Leder, Gleitcreme und Las Vegas eine Rolle spielen. Sollte die andere Person auch darauf abfahren, dann macht es, siehe auch Punkt 4, macht Fotos und, um Mikes willen, benutzt KONDOME! Hätte ich nicht gewollt, dass es sich gut anfühlt, dann hätte ich Stacheln oder so drangebastelt.